Parmesankartoffeln — knusprig mit Käsekruste
Parmesankartoffeln selbst machen: halbierte Kartoffeln mit Parmesan-Kräuter-Kruste, knusprig im Ofen oder Grill gebacken. Rezept, Mengen und Tipps.
Parmesankartoffeln selbst machen: halbierte Kartoffeln mit Parmesan-Kräuter-Kruste, knusprig im Ofen oder Grill gebacken. Rezept, Mengen und Tipps.
Grundrezept für 4 Portionen · Mengen passen sich an
Parmesankartoffeln sind eine jener Beilagen, die Hauptgerichten gefährlich die Schau stehlen: halbierte Kartoffeln, mit der Schnittfläche in einer würzigen Parmesan-Kräuter-Mischung gebacken, sodass sich eine goldene, knusprige Kruste bildet, während das Innere weich und fluffig bleibt. Sie gelingen im Backofen ebenso wie auf dem Grill und brauchen erstaunlich wenige Zutaten.
Die Kartoffeln werden gründlich gewaschen — die Schale bleibt dran, sie wird beim Backen angenehm knusprig — und längs halbiert. Möglichst gleich große Hälften garen gleichmäßig. In einer Schüssel werden der geriebene Parmesan, Paprika, Knoblauch, die Kräuter, Salz und Pfeffer vermischt. Wichtig ist frisch geriebener Parmesan: Vorgeriebener Käse aus der Tüte schmilzt weniger schön und bindet nicht so gut zur Kruste.
Das eigentliche Geheimnis liegt im Aufbau. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech wird zunächst das Öl oder die zerlassene Butter gegossen und gleichmäßig verteilt. Darüber streut man die Parmesan-Gewürz-Mischung in einer dünnen Schicht. Nun werden die Kartoffelhälften mit der Schnittfläche nach unten in die Käsemischung gedrückt — genau diese Seite bildet später die Kruste. So bäckt der Parmesan direkt an der Kartoffel fest, statt zu verlaufen.
Im Backofen bei 200 °C Ober-/Unterhitze brauchen die Kartoffeln rund 30 bis 35 Minuten, bis sie weich sind und die Unterseite eine tief goldbraune Kruste gebildet hat. Auf dem Grill funktioniert das ebenso gut bei indirekter Hitze und geschlossenem Deckel; welcher Grilltyp die dafür nötige gleichmäßige Hitze am besten hält, zeigt der Geräte-Vergleich. Wer sie im Dutch Oven zubereitet, verteilt die Glut mit etwas Schwerpunkt unten — die genaue Brikettzahl liefert der Kohlerechner. Erst nach dem Backen werden die Kartoffeln vorsichtig vom Blech gelöst, damit die Kruste an der Kartoffel bleibt.
Die Grundidee lässt sich vielfältig abwandeln. Statt Parmesan funktionieren auch Pecorino oder ein kräftiger Bergkäse. Wer es würziger mag, gibt Cayenne oder geräuchertes Paprikapulver dazu; mediterran wird es mit getrockneten Tomaten und Oregano. Eine Variante mit Kräutern der Provence und Zitronenabrieb passt besonders gut zu Fisch und Geflügel. Kleine Drillinge oder Babykartoffeln ergeben eine elegante Fingerfood-Version für Grillpartys.
Parmesankartoffeln passen als Beilage zu praktisch allem vom Rost — zu Steaks, Geflügel oder Pulled Pork. Mit einem Dip aus Sauerrahm und Kräutern werden sie zum Snack für sich. Am besten schmecken sie frisch, solange die Kruste noch knusprig ist; sie verlieren beim Stehen etwas von ihrem Biss. Auf dem Buffet macht eine große Platte davon stets schnell die Runde.
Der häufigste Fehler ist, die Kartoffeln zu früh vom Blech zu nehmen — die heiße Kruste reißt dann ab und bleibt am Papier kleben. Ein paar Minuten Abkühlen lösen das Problem. Der zweite Fehler ist zu wenig Fett: Ohne ausreichend Öl oder Butter wird die Parmesanschicht trocken statt knusprig. Und schließlich sollten die Kartoffelhälften nicht zu dicht liegen, damit Feuchtigkeit entweichen kann und sie rösten statt dämpfen. Als deftige Kombination harmonieren die Kartoffeln gut mit Schmorkohl oder Schichtfleisch.